Hechtrute Test

Stand der Tabelle: 25. Juni 2017

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Jenzi Xperanza
Länge: 2,70m
geeignet für Fische bis 90kg
SIC-Beringung
X-Kreuzwicklung auf dem Blank
Hochwertige Komponenten
Verarbeitung:4.8 Stars
Elastik:4.7 Stars
Preis:4.9 Stars
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Der Hecht gehört zu den Raubfischen und wird in Deutschland recht häufig gefangen. Dennoch ist der Hecht ein Fisch, der nicht unbedingt leicht zu angeln ist. Man sollte daher eine Rute wählen, die einerseits kräftig genug ist für den Kampf mit dem Fisch und andererseits auch feinfühlig sein kann, um den Köder perfekt zu kontrollieren. Der Hecht wird hauptsächlich mit Gummiködern, Blinkern oder Wobblern geangelt und die Rute muss in der Lage sein, mit solchen Ködern fertig zu werden. Nach dem Biss muss man sich bei dem Hecht auf einen kurzen aber starken Kampf gefasst machen. Dazu sollte die Rute ein stabiles Rückgrat mitbringen, das den Angler beim Drillen unterstützen kann. Um eine Rute mit solchen Eigenschaften zu finden, schaut man sich am besten einmal einen Test an. Dort kann man sich über Vor- und Nachteile der einzelnen Hechtruten ausgiebig informieren und eine gute Kaufentscheidung treffen.

Merkmale einer guten Hechtrute

Wenn man sich den Hecht als Zielfisch auserkoren hat, arbeitet man in der Regel mit einem größeren Köder, als beispielsweise beim Zander Angeln. Deshalb müssen die Hechtruten auch für größere Köder ausgelegt sein. Ein schwerer Köder setzt die Rute beim Auswerfen einer hohen Belastung aus. Hechtruten sind so stabil gebaut, dass sie dieser Belastung standhalten können, ohne zu brechen. Das Ausbringen des schweren Köders stellt jedoch auch für den Arm des Anglers eine Kraftanstrengung dar. Deshalb ist es wünschenswert, eine Hechtrute mit einem langen Griff zu kaufen, der das Auswerfen erleichtert. Auch beim Biss erweist sich der lange Griff als vorteilhaft, da man durch die Hebelwirkung den Anschlag hart setzen kann. Gerade ein schneller und präziser Anschlag ist wichtig, um den Fisch zu sichern. Oft genug entscheidet der Anschlag, ob der Drill erfolgreich wird oder sich zu einem Fehlbiß entwickelt. Nicht zuletzt erweist sich der lange Griff auch bei der Köderführung als vorteilhaft und erlaubt es, den Köder genau zu präsentieren.

Welche unterschiedlichen Hechtruten gibt es?

Die klassische Hechtrute ist meist eine semiparabolische Spinnrute, die sich unter Belastung von der Spitze bis etwa zur Mitte biegt. Mit einer solchen Rute sind weite Würfe sehr leicht möglich. Die Länge der Rute wird davon bestimmt, wie man angelt. Steht man am Ufer, so kann man mit einer Rutenlänge von 2,70 bis 3,00 Metern ausgezeichnete Würfe ausbringen. Soll allerdings vom Boot geangelt werden, sind Ruten von 2,40 bis höchstens 2,70 Meter vorzuziehen. Es ist wichtig, die Rute mit dem passendem Wurfgewicht auszuwählen. Wir das Wurfgewicht zu hoch gewählt, so kann man einen leichten Köder kaum spüren und daher auch nicht richtig führen. Wählt man das Wurfgewicht aber zu niedrig, passiert es schnell, dass man die Rute überlastet. Hechte werden hauptsächlich mit größeren Ködern geangelt, so dass eine Rute mit einem Wurfgewicht von 50 bis 80 Gramm ein guter Kompromiss ist.

Bei den Hechtruten sind jedoch auch solche Modelle beliebt, die für die Jerk Technik benutzt werden können. Bei dieser Technik kommt es darauf an, den Köder kurz und heftig durch das Wasser zu schlagen. Dazu braucht man eine Hechtrute, die kurz und kräftig ist. Die meisten Jerk Ruten im Test haben eine Länge von 1,90 bis 2,00 Metern. Einige dieser Modelle sind mit einem Triggergriff ausgestattet, der dem Angler bei den ruckartigen Bewegungen einen sehr sicheren und festen Griff ermöglicht.

Eine weitere Variante der Hechtrute ist die Castingrute, die für moderne Techniken wie Vertikalfischen, Dropshotting oder Twitchen ausgelegt sind. Diese Methoden erfordern eine sensible Rute, die ein gutes Ködergefühl ermöglicht. Die Ruten haben meist eine Länge von 2,10 bis 2,50 Meter und zeichnen sich durch einen zweiteiligen Griff aus. Bei diesen Angeltechniken werden meistens leichtere Köder eingesetzt, so dass ein Wurfgewicht von 40 bis 60 Gramm durchaus ausreichend sein kann.

Das richtige Material

Waren die Angelruten früher aus Bambus gefertigt, so gibt es heute eine Reihe von hochleistungsfähigen Materialien, die bei den Ruten Verwendung finden und widerstandsfähig sowie leichtgewichtig sind. Bei der Hechtrute haben sich im Test besonders Glasfiber und Carbon als ausgezeichnete Materialien erwiesen. Die Glasfiberrute ist ein wenig flexibler, was ihr ausgezeichnete Eigenschaften beim Drill gewährt. Die Rute aus Carbon ist wesentlich leichter und zeichnet sich durch große Stabilität aus. Die meisten Hechtruten im gehobenen Preissegment sind heute aus Carbon hergestellt. Auch das Material für den Griff ist wichtig. Viele Angler schwören auf den Korkgriff, den man heute jedoch immer seltener findet. Aber auch Griffe aus Eva Gummimaterial liegen ausgezeichnet in der Hand und gewähren einen festen Halt.

Was darf eine Hechtangel kosten?

Im Test hat sich erwiesen, dass man bei sehr billigen Angeboten von No Name Hechtruten eher skeptisch sein sollte. An solchen Ruten hat man oft nicht lange Freude. Eine gute Hechtrute kann man ab etwa 60 Euro erhalten. Gute Aktion, saubere Verarbeitung und ein leichtes Gewicht machen solche Ruten zu einer Freude für jeden Angler. Nach oben sind den Preisen allerdings kaum Grenzen gesetzt. Wer über ein entsprechendes Budget verfügt, kann für rund 500 Euro Ruten finden, die makellos verarbeitet und bis in das kleinste Detail makellos zusammengestellt sind.

Fazit

Die Wahl einer perfekten Hechtrute ist gar nicht so einfach wie man sich denkt. Verschiedene Techniken erfordern unterschiedliche Ruten und auch Wurfgewicht und Länge der Rute wollen mit Bedacht gewählt werden. Der Hecht ist einer der größten Raubfische in deutschen Gewässern, so dass eine spezielle Rute nötig ist, um diesen Fisch erfolgreich zu angeln. Es ist ratsam, sich vor dem Kauf in einem Test über die Eigenschaften der einzelnen Modelle zu orientieren. Grundsätzlich kann der Kauf von Markenprodukten empfohlen werden, während Billigangebote oft enttäuschen und die Freude am Angeln trüben können.